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Typisch Helene

Hallo und guten Tag, liebe Freundinnen und Freunde, ich begrüsse Sie ganz herzlich zur neusten Sendung von "Typisch Helene". Wir haben heute den 12. November, noch knapp sechs Wochen bis zu Weihnachten, und darum geht es heute auch. Mich nervt diese frühe Weihnachtshysterie nämlich ganz schrecklich. Warum? Das verrate ich Ihnen gleich. Danach erzähle ich Ihnen, wie pünktlich wir Schweizer wirklich sind und warum wir Freunden "Kollegen" sagen.

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Zugegeben, Weihnachten ist ein schönes Fest. Ich mag die vielen Lichter, die Wärme in den Häusern und die Vorfreude auf das feine Essen am Weihnachtsabend. Was mich aber immer mehr ärgert, ist, dass Weihnachten seit Jahren immer früher beginnt. Schon im Oktober habe ich in grossen Geschäften die ersten Weihnachtsdekorationen entdeckt, brennen die ersten Weihnachtslichter in den Strassen und jetzt, im November tun alle so, als würde Weihnachten bereits kurz vor der Türe stehen [1]. Das nervt mich entsetzlich [2]! Gestern war ich zum Beispiel in einem Warenhaus. Ich wollte mir ein Paar Schuhe kaufen und dann gemütlich in der Haushaltabteilung herumschlendern [3]. Und was sehe ich? Überall glitzernde Engelsfiguren, Berge von Christbaumschmuck, Schokolade in Form von Samichläusen [4], Christbäumen - und wie gesagt: Es ist erst Mitte November! Ich trauere immer noch dem Sommer nach, sehne mich nach den warmen, schönen Abenden und gewöhne mich erst langsam wieder an den Herbst, und da soll ich schon weihnächtlich gestimmt sein? Ich ziehe mir noch immer nur ein T-Shirt und eine leichte Strickjacke an und ignoriere die dicken Pullover im Schrank - und da soll ich schon an Dezember denken? Ich habe eben erst meine dritte Steuerrate bezahlt - schrecklich viel Geld - und da soll ich schon daran denken, Hunderte von Franken für Geschenke auszugeben? Ich habe in den nächsten Wochen fünf Abgabetermine für Texte - und da soll ich mich schon darauf konzentrieren, was in sechs Wochen sein wird? 

Das ist doch einfach eine Frechheit. Worum geht es denn an Weihnachten überhaupt?, fragte ich mich knurrend, als ich immer schneller durch das Warenhaus schritt und böse Blicke auf die Weihnachtsdekoration und die armen Verkäuferinnen warf. Ist es nun das Fest der Nächstenliebe oder die Party des totalen Konsums? Wohl eher die Party des totalen Konsums. "Sieh mich an! Nimm mich! Kauf mich!", schienen mich die Waren in den Regalen anzuflehen [5]. Mir wurde schwindlig. Ich schloss die Augen und atmete tief durch. Ich würde diese Weihnachten ganz auf Geschenke verzichten, schwor ich mir, und dafür lieber dann etwas schenken, wenn ich wirklich Lust dazu hatte. Ich würde sogar explizite nicht-Weihnachtsgeschenke machen, die ich an ganz normalen Wochentagen im Januar oder im März verteilen würde. Als ich die Augen wieder öffnete, stand eine junge Verkäuferin vor mir und hielt mir lächelnd eine grosse Schachtel Weichnachtspralinen unter die Nase. "Möchten Sie probieren?", fragte sie mit zuckersüsser Stimme. "Damit Sie wissen, was Sie in letzter Minute schenken könnten." Ich lächelte ebenso süss zurück. "Weihnachten? Die können mir geschenkt bleiben [6]", sagte ich und eilte mit grossen Schritten in Richtung Bikini-Abteilung. Denn dort war Weihnachten ganz sicher ganz weit weg.

***

Ich habe Ihnen ja in der letzten Sendung erzählt, dass ich mit meinen Freunden aus dem Arabischkurs einen wunderschönen, aber ziemlich chaotischen Abend erlebt habe. Der Abend war chaotisch, weil ich später als geplant von der Arbeit nach Hause gekommen bin und vor allem, weil meine Gäste zehn Minuten zu früh erschienen sind. Leute, die mich kennen, wissen genau, dass sie mindestens eine Viertelstunde zu spät kommen müssen. Kommen sie zu früh, bin ich meistens noch nicht angezogen, im Superstress und wirke wie ein nervöses Huhn. In dieser Beziehung bin ich total unschweizerisch. Wer hierzulande nämlich Leute zu sich nach Hause einlädt und sagt: "Kommt doch bitte um 19 Uhr", dann heisst das normalerweise auch, dass die Gäste um 19 Uhr vor der Türe stehen sollten. Sonst wird der Salat schlapp [7], der Braten trocken oder das Soufflee pampig [8]. Pünktlichkeit ist für Schweizerinnen und Schweizer das A und O ihres Alltags, das heisst, sie sind immer fast auf die Minute genau dort, wo sie sein müssen. Sie funktionieren so präzise wie die SBB, die Schweizerischen Bundesbahnen, unsere Züge. Lachen Sie nicht! Das ist tatsächlich so! Wenn jemand sehr pünktlich ist, sagen wir sogar: "Der ist so pünktlich wie die SBB!" Und darauf sind wir wahnsinnig stolz.

Andererseits sind wir dann aber auch sehr schnell verärgert, wenn die Züge nur schon zwei, drei Minuten Verspätung haben. Dann schauen alle Leute irritiert auf ihre Uhren, runzeln [9] die Stirn, gehen nervös auf dem Perron [10] auf und ab und beginnen zu schimpfen: "Meine Sitzung in Bern ist in einer Stunde." - "Um zwei Uhr muss ich in Luzern sein." - "In 65 Minuten geht mein Flugzeug." - "Wir bezahlen so viel für die Zugbillette, da darf man doch auch erwarten, dass die Züge pünktlich sind." - "Ich fahre ab sofort wieder Auto!" Na ja, ich finde solche Sprüche immer ein bisschen kleinlich [11]. Aber wir haben uns so daran gewöhnt, dass die Züge fast auf die Sekunde genau funktionieren, dass wir oft den ganzen Tagesablauf nach dem Zugfahrplan planen. Dann nervt es natürlich schon, wenn der ins Wanken gerät [12]. Zugegeben: Auch mich. Und dennoch: Sind die Züge wirklich einmal total verspätet, sei es, weil eine Kuh auf den Gleisen steht, oder weil Schnee den Strom unterbricht, oder weil die Lokomotivführer in Frankreich streiken [13], dann reagieren wir Schweizer überraschend gelassen. Dann geniessen wir das Chaos sogar fast ein bisschen - so, wie es meine Besucher taten an jenem chaotischen Abend bei mir zu Hause.

***

Und nun zum Schluss noch eine kleine Worterklärung. Ihnen ist sicher schon mal aufgefallen, dass Schweizerinnen und Schweizer sehr gerne "Kollegen" sagen, auch wenn sie damit nicht ihre Arbeitskollegen meinen. Das ist verwirrend, nicht wahr? Selbst kleine Jungs reden von "ihren Kollegen", Teenagermädchen gehen mit "Kolleginnen aus", Erwachsene haben "Jasskollegen", "Kochkollegen", "Volleyballkolleginnen", "Sprachkurskolleginnen" oder gehen mit den "Kollegen von der Fasnacht" in die Ferien. Ehrlich gesagt, mich hat dieser Ausdruck auch lange verwirrt. Aber ich glaube, ich ahne jetzt langsam, was mit "Kollege" gemeint ist, der kein Arbeitskollege ist. Ein "Kollege" ist ein guter Bekannter, aber noch kein enger Freund. Das macht Sinn, oder? Also, kennt man im Sprachkurs nette Leute, die zwar zu guten Bekannten geworden, aber längst noch keine wirklich engen Freunde sind. Wenn Sie also ein guter Kollegen als "Freund" oder als "Freundin" bezeichnet, dann wissen Sie, dass die Situation ernst ist - und zwar sehr ernst.

***

Und damit sind wir schon wieder am Schluss von "Typisch Helene" angelangt, liebe Freundinnen und Freunde. Ich würde mich freuen, wenn Sie am 26. November wieder auf www.podclub.ch mit dabei sind. Dann erzähle ich Ihnen unter anderem vom Samichlaus. Ich danke Ihnen fürs Zuhören und wünsche Ihnen eine wunderschöne Zeit. Bis bald. Auf Wiederhören.


[1] vor der Türe stehen: kurz bevorstehen
[2] entsetzlich: furchtbar
[3] herumschlendern: gemütlich spazieren
[4] der Samichlaus: Schweizer St. Nikolaus
[5] anflehen: inständig bitten
[6] geschenkt bleiben: nichts davon hören wollen
[7] schlapp: nicht kräftig
[8] pampig: wie Brei
[9] runzeln: die Stirn in Falten legen
[10] das Perron: der Bahnsteig
[11] kleinlich: nicht grosszügig
[12] ins Wanken geraten: unsicher werden
[13] streiken: aus Protest nicht arbeiten


Die Quelle des Podcasts ist hier>>

Категория: Учу немецкий с увлечением | Добавил: mistelena (14.11.2010)
Просмотров: 380 | Теги: Deutschunterricht, Deutsch lernen, Audieren, PODCAST | Рейтинг: 0.0/0
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