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Kinder sehen Krieg
Nachrichten vom Krieg sind für uns Alltag. Nicht so für Kinder und Jugendliche: Sie haben keine Erfahrung im Umgang mit den Bildern und Geschichten, keine Rahmen, um sie einzuordnen und erklären. Wie sie Kriegsnachrichten verarbeiten, darüber gibt eine internationale Vergleichsstudie Auskunft, in der Grundschulkinder ihre Erlebnisse vom Irak-Krieg in den Medien erzählt und gemalt haben. Das Ergebnis der Studie zeigt erstaunliche Unterschiede zwischen den Nationen und Geschlechtern.

Das Fernsehen

1972 ging in Großbritannien das weltweit erste Nachrichtenprogramm für Kinder auf Sendung. Seitdem ist viel geschehen; in den meisten Ländern finden sich vergleichbare Formate, praktisch alle haben das Netz entdeckt, um mit ihren jungen Nutzern zu kommunizieren. Die besondere Verantwortung von Kindernachrichten für Kinder ist geblieben. Hier stellen die Produzenten ihre Grundsätze, Anliegen und Probleme vor – vom Sesamstraßen-Spot bis zur bedrückenden Aufgabe israelischer Sender, ihre Kinder mit dem Gebrauch von Gasmasken vertraut zu machen.

Begleitung und Unterstützung der Kinder

Es ist paradox und widersprüchlich zugleich: Bei Kriegen und Katastrophen sind Pädagogen und Psychologen gefragter denn je – egal, ob die Fragen nun von Eltern oder Journalisten formuliert werden. Die am häufigsten gestellten Fragen in den letzten Jahren und meine Antworten darauf will ich abschließend in Form eines Interviews anreißen.

Wie kann ich meinem Kind den 11. September oder den Irak-Krieg erklären?´

Dies ist eine typische Herangehensweise von Erwachsenen. Obgleich sie selbst emotional getroffen sind, wollen sie alles mittels Verstand erklären. Doch sind Kinder, je jünger sie sind, vor allem gefühlsmäßig berührt. Kinder sind verunsichert durch den Beginn des Krieges. Hintergründe, langatmige Erklärungen, theoretische Begründungen helfen ihnen nicht. Diese und auch eine vernünftige Aufklärung, was ein Krieg ist oder warum es dazu kommen konnte, sind mehr für ältere Schulkinder geeignet, zielen mehr auf Jugendliche ab.

Sollten Eltern warten, bis die Kinder mit ihren Fragen zu ihnen kommen? Oder müssen sie von sich aus auf das Kind zugehen?

Jüngere Kinder sind aufnahmebereiter, wenn man auf die Fragen antwortet, die sie von sich aus stellen. Aber sie nehmen sich manchmal Zeit, bis sie fragen. Ein forsch-neugieriges Kind wird schneller fragen, ein in sich gekehrtes versucht zunächst, selbst Antworten zu finden. Für Eltern gilt: Halten Sie sich zur Verfügung, wenn die Kinder mit ihren Fragen und ihrem Wissensdurst kommen.

Worauf sollten Eltern achten? Was ist aus Ihrer Sicht wichtig?

Kinder wollen ehrliche, sie wollen offene Antworten, sie brauchen keine Beschwichtigungen nach dem Motto: "Dafür bist du noch zu klein" oder elterliche Antworten, die die Gefühle der Kinder nicht respektieren: "Du brauchst keine Angst zu haben!" Bilder wie die vom Irak-Krieg lösen bei jüngeren Kindern Trennungsängste aus, sie rufen Gefühle des Alleinseins hervor: "Was passiert mit mir, wenn Papa und Mama tot sind?" Schulkinder stellen häufiger Bezüge zur eigenen Wirklichkeit her: "Was ist, wenn so etwas in meiner Stadt passiert?" Oder: "Ich habe Angst, dass der Krieg auch zu uns kommt." Berichte, die ältere Kinder in den Medien lesen oder sehen, hinterlassen bei ihnen Gefühle der Ohnmacht, der Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins.

Was ist für Kinder in dieser Situation wichtig?

Kinder brauchen die Gewissheit und das Gefühl, ernst genommen zu werden. Sie brauchen Halt, Sicherheit und Geborgenheit. Sie brauchen so viel Normalität wie nötig. Kindergeburtstage oder -feste mit dem Hinweis auf den Krieg ausfallen zu lassen trägt zu einer weiteren Verunsicherung bei. Sollte das Kind jetzt schlecht schlafen, nächtliche Alpträume haben, den Weg ins elterliche Bett suchen, um sich dort Nähe zu holen, dann ist das zeitlich begrenzt völlig in Ordnung.

Man hört immer wieder, Eltern müssen jetzt mit Kindern reden. Worauf müssen sie dabei achten?

Wichtig sind altersgemäße Antworten. Bei jüngeren Kindern ist das Prinzip der Rückfragen besonders geeignet. "Kann das auch bei uns passieren, Papa?" – "Was meinst du?" – "Ich glaube schon, Papa. Aber wenn was passiert, bist du bei mir!" Der Vater nickt und nimmt seinen Sohn in den Arm. An diesem kleinen Dialog erkennt man: Es geht dem Kind nicht darum, ob der Krieg kommen kann, sondern um die Folgen, die sich daraus ergeben. Das Kind will Gewissheit, ob es sich dann auf den Halt der Eltern verlassen kann.

Sie sprechen von altersgemäßen Antworten und Formen der Verarbeitung. Was ist damit gemeint?

Jüngere Kinder verarbeiten Ängste in ihren Spielen, in ihren Träumen, ältere Kinder suchen das Gespräch mit den Eltern, vor allem aber auch die Unterhaltungen mit gleichaltrigen Freunden. Sie reden aber nicht nur, sie tun auch etwas: Sie stellen Kerzen auf, sie demonstrieren, sie legen Blumen nieder, sie schreiben Briefe und Tagebücher. Solche Aktivitäten sind Versuche, mit Gefühlen der Ohnmacht und Hilflosigkeit umzugehen. Erwachsene haben doch auch Ängste. Sollen Eltern diese verbergen? Eltern sind keine angstfreien, allwissenden Wesen! Das nehmen Kinder ihren Eltern nicht ab. Für Eltern gilt: ehrlich sein! Unsicherheiten zugeben! Und wenn man etwas nicht erklären kann, dies dem Kind auch mitteilen. Sätze wie: "Dafür bist du noch zu jung!" nehmen kindliche Persönlichkeiten mit ihrem Drang, Wirklichkeit zu begreifen, nicht ernst.

Dürfen Kinder jetzt Nachrichten sehen?

Nachrichten über die Weltlage erfährt ein Kind nicht allein über die Fernsehprogramme. Alle Medien sind voll von Nachrichten. Berichte über Katastrophen lösen bei Kindern Trennungsängste, Gefühle des Verlassenwerdens aus. Zwei Dinge sind wichtig: Bei jüngeren Kindern gilt es, bezüglich Nachrichten, die für Erwachsene gemacht sind, klare Grenzen zu setzen. Aber sollten Kinder damit doch konfrontiert werden, dann muss man ihnen Gelegenheit geben, das Gesehene zu verarbeiten. Sie tun dies über das Spiel oder, wenn sie älter sind, über das Gespräch. Hinzu kommt ein zweiter Gesichtspunkt: Es gibt Informationssendungen für Heranwachsende wie logo!, die solch dramatische Ereignisse für Kinder vom 8. Lebensjahr an hervorragend aufbereiten.

Wann gehen Kinder wieder zur Tagesordnung über?

So schnell und so komplikationslos wird das nicht gehen. Beim ersten Golfkrieg konnte man beobachten, wie Elemente des Krieges noch nach vielen Wochen und Monaten in den Spielen und Träumen der Kinder, in ihren Zeichnungen und Gesprächen enthalten waren. Kinder brauchen Zeit, um ihre Ängste und Unsicherheiten zu verarbeiten. Und wir sollten ihnen diese Zeit auch geben. Halt, Geborgenheit, Normalität sind wichtig. Und letztlich kommt es auch darauf an, den Kindern weltanschauliche Toleranz vorzuleben, ihnen Achtung und Respekt vor den unterschiedlichen Kulturen zu vermitteln. Die Reaktion vieler Kinder auf die Ereignisse am 11. September 2001 macht dabei Mut: Kinder haben – egal welcher Kultur und Religion sie angehören – getrauert. Erwachsene könnten von Kindern lernen, was es heißt, respektvoll und würdevoll miteinander umzugehen.

Was können Produzenten und Nachrichtenmacher tun, um Kinder nicht zu verunsichern?

Seit dem ersten Golfkrieg Anfang der 90er-Jahre lässt sich eine Veränderung in der medialen Berichterstattung über Katastrophen und Kriege feststellen. Mit Großaufnahmen werden die Opfer im wahrsten Sinne des Wortes vorgeführt. Solche Bilder, in deren Mittelpunkt nicht selten weinende Kinder und verunsicherte Mütter stehen, erschrecken nicht nur die zusehenden Heranwachsenden. Der Berichterstattung fehlt es an mitfühlender Distanz zum Geschehen. Es ist einfach, die Kamera auf das Opfer zu halten, es ist ungleich schwieriger, in Bild und Ton hintergründig und getragen von Solidarität über Kriege und Katastrophen zu berichten. Wie man dies auf eine für Kinder angemessene und nachvollziehbare Weise tun kann, das beweist die Kindernachrichtensendung logo! in ihren Standard- und Spezialsendungen Woche für Woche immer aufs Neue.





Категория: Всем обо всём | Добавил: mistelena (03.01.2011)
Просмотров: 378 | Теги: Thema, Aktuelles, Landeskunde, Deutschunterricht | Рейтинг: 0.0/0
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